Workcamps des Vdks
Der Volksbund bietet auch ganz gezielt Reisen für Jugendliche an, die so genannten Workcamps. Diese Camps werden in allen europäischen Staaten angeboten, in denen deutsche Soldaten im Ersten oder Zweiten Weltkrieg kämpften. Die Dauer eines Campaufenthalts beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen. Die jugendlichen Teilnehmer arbeiten etwa 20 Stunden pro Woche auf Kriegsgräberstätten, sowohl von deutschen als auch von Soldaten anderer Nationen, KZ Gedenkstätten, jüdischen Friedhöfen oder auf Gedenkstätten des Ersten oder Zweiten Weltkrieges.
Aufgaben
Die Arbeit besteht meist aus Gräberpflege, wie Unkraut jäten oder rechen, außer bei den Workcamps, die in Osteuropa stattfinden, denn dort muss man häufig etwas "fester anpacken" und auch Gräber stapeln, aber natürlich ist die Arbeit auch für weibliche Teilnehmer nicht zu schwer.
Die Arbeit der Jugendlichen ist häufig rein symbolisch zu verstehen, wie sich aus dem Motto des Volksbundes "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" auch erkennen lässt. Durch ihre Arbeit zeigen die Jugendlichen sowohl ihre Anteilnahme als auch den Willen zur Verständigung mit anderen Nationen, denn diese ist durch den Zweiten Weltkrieg oftmals bis heute stark vorbelastet. Die Jugendlichen leisten durch ihre Arbeit also einen Beitrag zum Frieden.
Ziele
Der Volksbund möchte mit Hilfe der Workcamps die Jugendlichen historisch und politisch (weiter-)bilden. Dies geschieht durch Museumsbesuche, Zeitzeugenberichte o.ä., aber auch durch die gute Bildung der Betreuer, die den Jugendlichen die Geschichte der Weltkriege näher bringen wollen. Vor allem ist es das Anliegen der Workcamps den Jugendlichen die schrecklichen Ausmaße der Weltkriege zu zeigen, damit sie jetzt und auch in Zukunft verstehen, zu was Gewalt und Krieg führen können.
Zudem werden viele Workcamps bi- oder trinational angeboten, das heißt, dass nicht nur deutsche, sondern auch Jugendliche von anderen Nationen an den Camps teilnehmen. In diesen Camps können Jugendliche verschiedener Nationen sich kennen lernen, eventuell bestehende Klischees durch die neu gewonnenen Erfahrungen beseitigen und neue Freundschaften knüpfen.
Voraussetzungen
Die Workcamps werden meist für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren, teilweise sogar ab 13 oder 14 Jahren, angeboten.
Die Preise sind im Verhältnis zu der Dauer der Reise, den Veranstaltungen etc. sehr gering (z.B. für zweieinhalb Wochen St. Petersburg 380 €).
Sehr viele Jugendliche sind begeistert von ihrer Teilnahme an einem Workcamp des Volksbundes und davon, wie viel sie über die Geschichte und über die Bevölkerung des Landes, in dem das Camp stattfand, gelernt haben.
