Der Friedens- und Freiwilligendienst tritt für Gerechtigkeit und die gewaltfreie Stärkung von Menschenrechten ein, sowie für Gleichberechtigung und Demokratie in unterdrückten Staaten.
Bei der Bewerbung muss man die neunjährige Schulpflicht bereits erfüllt haben und gute bis sehr gute Englischkenntnisse besitzen, bzw. die jeweilige Sprache des Ziellandes beherrschen.
Anders als beim FSJ oder dem EFD, werden beim Friedens- und Freiwilligendienst nicht die gesamten Kosten übernommen. Meist ist es nötig, sich um Personen oder Initiativen zu bemühen, die den Freiwilligen monatlich finanziell unterstützen. Auch ist der Friedens- und Freiwilligendienst im Gegenteil zum FSJ/FÖJ nicht gesetzlich geregelt: Die Bedingungen für den Dienst müssen also zwischen dem Freiwilligen und dem Träger ausgehandelt und vertraglich festgelegt werden. Dieser zusätzliche Organisationsaufwand ist zeitaufwendig, fördert aber auch die Eigenständigkeit und das Selbstbewusstsein.
Von der Arbeit mit Kindern bis hin zur Betreuung alter, behinderter oder obdachloser Menschen - der Einsatzbereich während eines Friedens- und Freiwilligendienstes ist sehr vielfältig. Auch der Bereich Natur- und Umweltschutz bietet viele Aufgabengebiete.
Die Mitarbeit in Menschenorganisationen und an politischen Projekten ist ebenfalls möglich. Jedes dieser Projekte dauert in zwischen sechs und 18 Monaten. Kosten für Verpflegung, Unterkunft und auch Versicherung übernimmt die Aufnahmeorganisation. Der Freiwillige wird in Jugendheimen, Jugendherbergen, sozialen Einrichtungen oder Familien untergebracht.
Der Friedens- und Freiwilligendienst verlangt im Voraus viel Eigenverantwortung: Um Kosten und Organisation der Anreise kümmert sich der Freiwillige selbst, ebenso um Visum oder weitere Einreisebedingungen, sofern diese vom Zielland vorgegeben sind.
Auf den jeweiligen Aufgabenbereich wird man im Vorfeld intensiv vorbereitet: In zahlreichen Treffen, die sich meist über ein ganzes Jahr verteilen, wird man zudem mit Sitten und Kultur des neuen Landes vertraut gemacht.
Obwohl der Organisations- und Zeitaufwand zuerst abschreckend wirkt, sind es doch die Vorteile, die überwiegen: Während des Dienstes lernt man eine andere Kultur kennen, öffnet sich neuen Menschen und einem fremden Land. Man erwirbt interkulturelle und fremdsprachliche Kompetenzen und macht Erfahrungen mit politischen Konfliktsituationen. Der organisatorische Aufwand lohnt sich also ganz sicher!
Die wichtigsten Fakten in Kürze:
Erfahrungsberichte gesucht!
Schickt Eure Erfahrungsberichte bitte an Renia Warzych: info@stellenboersen.de

